Wo ist der neugeborene König der Juden?
Darf man Jesus als König verehren?
3. November 2019

Wo ist der neugeborene König der Juden?

Bibeltext: Matthäus 2,1-6
(Übersetzung: Menge 1939)

2 1Als nun Jesus zu Bethlehem in Judäa in den Tagen des Königs Herodes geboren war, da kamen Weise aus dem Osten nach Jerusalem 2und fragten: »Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben nämlich seinen Stern im Aufgehen gesehen und sind hergekommen, um ihm unsere Huldigung darzubringen.« 3Als der König Herodes das vernahm, erschrak er sehr und ganz Jerusalem mit ihm; 4und er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volks zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo Christus geboren werden sollte. 5Sie antworteten ihm: »Zu Bethlehem in Judäa; denn so steht bei dem Propheten geschrieben: 6›Du, Bethlehem im Lande Judas, du bist durchaus nicht die unbedeutendste unter den Fürstenstädten Judas; denn aus dir wird ein Führer hervorgehen, der mein Volk Israel weiden wird.‹«

Weihnachten – da würde man doch erwarten, dass gefragt wird, wo denn das „Christkind“ ist. Man erwartet die Suche nach einem Baby. Aber ein König?
Wo ist der neugeborene König der Juden?“ fragen die drei Männer (Matthäus 2,2) und haben dabei nicht unrecht. Es handelt sich wirklich um den König der Juden. Er stammt aus dem Erblinie Davids und David wurde versprochen, dass immer jemand aus seiner Linie auf dem Thron Israels sitzen wird. Das ist in Jesus Christus erfüllt worden.

Pontius Pilatus, der römische Statthalter, der bereit war über Leichen zu gehen und auch vor einem Justizmord zu begehen, hat es ca.30 Jahre später klar formuliert, als er über das Kreuz Jesu ein kleines Schild annageln ließ:

Johannes 19,19-22 (Übersetzung: Menge 1939)
19Auch eine Aufschrift hatte Pilatus schreiben und oben am Kreuz anbringen lassen; sie lautete: »Jesus von Nazareth, der König der Juden.« 20Diese Aufschrift nun lasen viele von den Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag und die Aufschrift in hebräischer, römischer und griechischer Sprache abgefaßt war. 21Da sagten die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: »Schreibe nicht: ›Der König der Juden‹, sondern: ›Dieser Mensch hat behauptet, er sei der König der Juden‹!« 22Pilatus (aber) antwortete: »Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben!«

Damit hat dieser Mann die Wahrheit gesagt: Jesus Christus ist der König der Juden. Aber mehr noch. Er ist der König der Könige (Offenbarung 17,14 und 19,16). Als solchen sollten wir ihn auch behandeln und nicht als „Christkind“. Der Unterschied liegt auf der Hand: Ein „Christkind“ kann ich nett finden und es bestaunen. Aber einem König muss man dienen und sich unterordnen. Noch mehr, wenn es sich um den König der Könige handelt, der über allen Mächten und Gewalten steht und alle Dinge in seiner Hand hält.

Wir dürfen und sollen uns am Weihnachtsfest an das Kind in der Krippe erinnern, wo Gott in Gestalt eines Menschen in diese Welt kam. Er hat in seiner grenzenlosen Liebe zu uns Menschen beschlossen, uns zu erlösen, indem er als Mensch auf die Welt kam und für unsere Schuld am Kreuz von Golgatha starb. Weihnachten ist die Erinnerung an die alles überragende Gnade, Güte und Liebe Gottes.

Aber wir sollten nicht so tun, als sei Jesus Christus das „Christkind“. Er ist der König der Könige und er verdient unseren Gehorsam, unsere Nachfolge, unseren Dienst und unsere Anbetung.

Siehe auch https://bibelportal.de/darf-man-jesus-als-koenig-verehren/