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Namen und Bezeichnungen Gottes Teil 17 von 20

Friedefürst – Sar Shalom

Friedefürst – Sar Shalom

Thomas Roser

Thomas Roser

22. Juli 2023

Jesaja 9,5

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Friedefürst.

(Übersetzung: Elberfelder)

Ein Fürst übt Herrschaft aus. Doch dieser Fürst ist von ganz anderer Art: Er führt keine Kriege, um Macht zu gewinnen oder Gebiete zu erobern. Er sucht keinen politischen Kompromiss, der „Frieden“ genannt wird, in Wirklichkeit aber nur ein Waffenstillstand ist.
Der Fürst des Friedens schafft einen Frieden, den Menschen nicht zustande bringen können. Denn alle menschlichen Friedensbemühungen enden – früher oder später – wieder im Streit oder im Krieg.

Jeremia 6,14

und sie heilen die Wunde der Tochter meines Volkes leichthin und sprechen: „Frieden, Frieden!“, und da ist doch kein Frieden.
(wortgleich wiederholt in Jeremia 8,11)

(Übersetzung: Elberfelder)

Wenn Menschen von „Frieden“ sprechen, meinen sie oft nur, dass gerade keine Waffen mehr sprechen. Doch wirklicher Friede ist mehr als das Schweigen der Waffen. Der biblische, göttliche Friede heißt Shalom.

Shalom - der Friede Gottes

„Shalom“ ist nicht einfach „etwas mehr“ als Waffenstillstand – es ist etwas völlig anderes.
Dieser Friede ist nicht nur das Gegenteil von Krieg, sondern das Gegenteil von Hass, von Zerrissenheit und von Unordnung (vgl. 1. Kor 14,33).
Beim Friedefürst geht es um diesen göttlichen Frieden, den nur Gott schenken kann.

Philipper 4,7

und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt,
wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christus Jesus.

(Übersetzung: Elberfelder)

Der Friede Gottes übersteigt jeden Verstand. Wenn wir ihn nicht einmal begreifen können, dann können wir ihn auch nicht selbst hervorbringen.
Wir können keinen Frieden „herstellen“, den wir nicht einmal verstehen, wenn er da ist. Deshalb kann der Friede Gottes nur geschenkt, nicht gemacht werden.
Aber Gott fordert uns auf, nach diesem Frieden zu streben (Römer 12,18; 14,19). Und wie ernst ihm das ist, zeigen Bibelstellen wie Kolosser 3,15, Hebräer 12,14 und 1. Petrus 3,11.

Der Gott, der Frieden macht

Gott darf diesen Frieden von uns verlangen – weil er selbst ihn verwirklicht hat. Er selbst ist dem Frieden nachgegangen, auf eine Weise, die wir niemals nachahmen könnten:
Er gab sein Leben, um Frieden zu machen.

Kolosser 1,19-20

Denn es war das Wohlgefallen der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen und durch ihn alle Dinge mit sich zu versöhnen – indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes –, durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln.

(Übersetzung: Elberfelder)

Er hat Frieden gemacht – nicht durch Verhandlung, sondern durch das Kreuz.
Er hat den Frieden erklärt und uns ein Friedensangebot gemacht.

Wie stehst du zu diesem Angebot?
Hast du es angenommen – oder herrscht in dir noch Krieg, mit Gott oder mit Menschen?

Bist du bereit zum Frieden?