• Täglich

    Die Bibel ist kein "Sonntagsbuch" und keine Urlaubslektüre. Sie gehört ganz selbstverständlich zum täglichen Leben eines Christen. Viele machen täglich eine sogenannte "Stille Zeit" (meistens am Morgen). Das bedeutet, man liest in der Bibel, denkt über das Gelesene nach und betet. Die einen machen das jeden Tag 5 Minuten, andere auch eine halbe Stunde oder länger.
  • Bibeltexte

    Es reicht nicht aus, wenn man nur ein paar einzelne Verse liest. Wer einen Vers aus einem Text herauslöst, kann nicht mehr die eigentliche Botschaft verstehen. Das ist so, wie wenn man bei einem langen Interview nur noch 2 Sätze in der Tagesschau hört. Das ergibt dann oft einen völlig anderen Sinn - und die Wahrheit wird dadurch verdreht.
  • Komplett

    Auch wenn man nicht nur Verse, sondern längere Texte liest. Vieles wird man auch dann noch nicht richtig verstehen können. Weil auch diese Texte ja nur "herausgelöst" sind aus dem großen Ganzen. Denn das Evangelium, das sind nicht nur die 4 Bücher am Anfang des Neuen Testamentes, sondern die ganze Bibel von 1.Mose bis zur Offenbarung gehört dazu und es ist sehr wichtig, auch die ganze Bibel zu lesen. Wer immer nur seine Lieblingstexte liest und die unbequemen Stellen auslässt, der wird geistlich auf der Stelle treten und nichts Neues lernen können.
  • Gebet

    Die Bibel ist kein Roman (auch wenn sie an vielen Stellen sehr spannend ist) und sie ist kein Märchenbuch, keine Sachbuch, kein Kochbuch und keine Sammlung von Zitaten. Sie zeigt das Handeln des lebendigen Gottes, sie handelt davon wie Gott im Leben von Menschen wirkt, was er mit uns vorhat und nicht zuletzt, sie ist das Wort Gottes. Sie ist seine Bibel! Er spricht Sie persönlich an. Das Gebet ist die Antwort darauf und wir sollten darum beten, dass wir sein Wort recht verstehen und in unserem Leben das Gelernte umsetzen können. Nur wenn Gott es schenkt, können wir sein Wort richtig verstehen.
  • Gehorsam

    Nein, die Bibel ist kein Gesetzbuch. Man kann sie nicht aufschlagen und sagen: "das darfst du nicht und jenes darfst du nicht"
    Ja, die Bibel enthält das (mosaische) Gesetz. Ja, sie enthält klare Anweisungen auch für uns Christen.
    Aber die Bibel ist erheblich mehr. Und Ge-HOR-sam kommt auch von HÖREN. Viele machen den Fehler und versuchen krampfhaft, für ihre abstrusen religiösen Ideen Bibelstellen zu finden, um sie dann zu begründen. Wenn man das so macht, dann kann man alles Mögliche begründen. Aber es wird dem Wort Gottes nicht gerecht.
    Zuallererst muss das Hören stehen - was steht tatsächlich da. Dann erst kommt die Auslegung - was bedeutet das für mich? Das einzige, was dann noch fehlt, ist der Gehorsam: Wenn ich nicht bereit bin, so zu handeln, wie Gott es will, brauche ich die Bibel gar nicht erst zu lesen.
  • Immer wieder neu!

    Mit dem Lesen der Bibel ist man nie fertig. Wenn wir es wirklich ernst meinen, dann sollten wir die Bibel IMMER WIEDER GANZ durchlesen. Ich persönlich bin der Meinung (und viele andere mit mir), einmal im Jahr durch die Bibel ist ohne großen täglichen Zeitaufwand zu schaffen und bringt uns wirklich weiter. Wenn ich das richtig mache, dann bin ich in 20 Jahren 20-mal durch die Bibel. Das ist sicherlich noch ein Weilchen hin :-) aber wenn es dann so weit ist, dann kenne ich die Bibel! (Und ich muss ja nicht so lange warten, ich lerne sie ja ab sofort immer besser kennen, nämlich wenn ich anfange mit dem Lesen der Bibel. Das ist kein Gesetz, aber durchaus empfehlenswert.
  • Auswendig!

    Es lohnt sich auch, bestimmte Stellen auswendig zu können. Man wird dann unweigerlich daran erinnert, wenn gerade eine passende Situation eintritt. Ich habe gute Erfahrung mit Karteikarten gemacht: Auf die Vorderseite kommt die Bibelstelle (also z.B. "1.Korinther 15,57") und auf die Rückseite der Text ("Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus"). Welche Stellen man wählt, kann man selbstverständlich selbst entscheiden.  Zum Auswendiglernen können Sie aber auch ein kostenloses Konto auf http://quizlet.com einrichten und dann Bibelverse eingeben. Oder welche abrufen, die andere schon eingegeben haben. Diese können dann einfach eingeübt werden. Hier ein Beispiel: