Unser Leben in der Angst

Wenn man beim Evangelium "nichts weglassen" will, dann muss man mit der unbequemen Wahrheit beginnen: Unser Leben ist bestimmt von Angst.

 puzzle shadow k

Wir haben Angst. Angst vor dem Morgen, Angst vor dem Tod. Und das zu Recht. Überall auf der Welt finden Kriege statt. In der gesamten Geschichte der Menschheit gab es niemals so viele Kriege wie das in unseren Tagen der Fall ist. Und wie wenn das noch nicht reichen würde, erleben wir ein noch nie dagewesenes Ausmaß an Leid und Zerstörung auch im zivilen Leben: Da werden millionenfach Kinder im Mutterleib ermordet, der Drogenkonsum wird zum Volkssport und auf der ganzen Welt wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer.  Und dann noch Tsunamis, Erdbeben, Wirbelstürme und Klimakatastrophe. Wir haben Angst.

Das ist eine sehr negative Darstellung der Wirklichkeit. Ist das nicht ein bisschen einseitig?

Ich denke, dass das keineswegs einseitig ist. Es ist nur die andere Seite der Wahrheit, die in unserer "heilen Welt" meistens ausgeblendet wird.
Wir blenden die Wirklichkeit aus, weil wir Angst haben. Und die letzte, die größte Angst ist die Angst vor dem Tod.

Warum ist das so? Warum zieht es die Menschen von einer Katastrophe zur nächsten, von einem Krieg zum nächsten? Warum ist das alles so? Und dann taucht natürlich auch die Frage auf: Warum lässt Gott das alles zu?