Das Lamm   -   Das Opfer   -   Das Kreuz   -   Der Mensch   -   Der Sieg

Was hat es mit dem Kreuz auf sich? Was war das Besondere an diesem Kreuz?

Das Kreuz war ein grausames Hinrichtungsinstrument der Römer. An Grausamkeit kaum mehr zu überbieten. Die Menschen, die ans Kreuz geschlagen wurden, wurden buchstäblich zu Tode gefoltert. Denn die Schmerzen waren unerträglich und immer neue Schmerzwellen sind durch den Körper gejagt. Gleichzeitig war es kein schneller Tod, sondern es dauerte einige Stunden, bei manchen sogar Tage. Und die umstehenden Menschen haben sie in der ganzen Zeit auch noch ausgelacht und bespuckt.

Konnte Gott nicht eine einfachere Todesart für seinen Sohn wählen? Ein schneller schmerzloser Tod in einem dunklen Verlies hätte doch vollkommen ausgereicht!

Doch Gott wollte, dass sein Sohn vor den Augen der ganzen Welt hingerichtet wird. Jeder Mensch sollte sehen, dass hier ein völlig Unschuldiger grausam ermordet wird. Das Ganze ist so absurd, dass kein Mensch sich das ausdenken kann. In den Augen der Menschen, die sich selbst für so klug halten, ist das so absurd, dass sie es als Vorwand nehmen, nicht glauben zu müssen. Ganz zu Recht schreibt Paulus im 1.Korintherbrief „Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen“. So war es damals und so ist es heute. Die Menschen lästern sogar darüber. Denn wenn Gott wirklich allmächtig sei, dann hätte er das ja nicht zu machen brauchen, sagen sie.

Aber Gottes Zorn ist ernst. Gottes Zorn über unsere Sünde ist eine toternste Sache. Er liebt uns und will uns nur das Beste. Auf der anderen Seite ist er so gerecht und heilig und sein Zorn über die Sünde so endgültig, dass er uns alle vernichten müsste (Römer 1,18; 6,23). Die Situation ist so ernst, dass er seinen einzigen Sohn für unsere Sünde bezahlen lässt. Und damit es auch wirklich jeder sieht und jeder es für alle Zeiten deutlich erkennen kann, lässt er ihn nicht einfach verlassen in einem dunklen Gefängnis sterben. Sondern er lässt es zu, dass sein einziger Sohn am Kreuz stirbt.

Und so kommt es, dass ein Paulus ausruft: „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft“ (1.Kor 1,18 Schlachter 2000)