In der ersten Textstelle (2.Mose 30) haben wir davon gelesen, dass die Priester sich immer vor dem Gottesdienst gewaschen haben. Der Grund dafür ist, dass sie sich im Alltag immer irgendwie beschmutzt haben. Das können wir auch auf uns übertragen: Wir alle sündigen im Alltag. Das abzuleugnen wäre unsinnig und dumm (1.Joh.1,8). Aber weil das so ist, benötigen wir alle auch Reinigung. Wenn wir an Jesus Christus glauben, dann sind wir der Sünde gestorben (Römer 6) und müssen nicht mehr sündigen. Trotzdem tun wir es immer wieder und sündigen. Aber wir dürfen nicht daran verzweifeln. Er liebt uns und ist doch genau deswegen am Kreuz für uns gestorben. Wenn wir in Sünde gefallen sind, dann sollen wir so schnell wie möglich zurückkommen, um unserem Herrn unsere Sünde zu bekennen (1.Johannes 1,9) und er vergibt uns diese Sünde und mehr noch:

"Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." (1.Johannes 1,9 Schlachter 2000)

Diese Vergebung der Sünden und diese Reinigung von der Ungerechtigkeit brauchen wir immer wieder. Und wie wir aus den anderen Bibelstellen gesehen haben, vor allem, wenn wir zum Gottesdienst gehen. Mit dieser Stelle ist auch gleich eine andere Frage beantwortet: Was passiert mit den Sünden, die uns gar nicht bewusst sind? Sind wir dann trotzdem rein vor Gott? Ich denke ja. Ich verstehe diese Stelle so, dass die Sünden vergeben werden (die wir bekennen) und dass wir darüber hinaus von allem andern auch gereinigt werden, um rein vor Gott treten zu können.
Denn nur, wenn wir wirklich rein sind, ist es wahrer, echter Gottesdienst.