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Esra's 3-Punkte-Plan für ein gesegnetes Leben
 
3 Punkte verschwommenKennen Sie das? Sie schreiben gerade einen langen Text und haben nicht zwischengespeichert. Ausgerechnet dann stürzt der Computer ab. Oder Sie warten auf ein wichtiges Paket. Und Sie warten und warten auf den Paketdienst wegen dieser wichtigen Lieferung. Dann gehen sie nur ganz kurz mal aus dem Haus und als Sie nach 5 Minuten zurück kommen, liegt die Benachrichtigung im Briefkasten, dass Sie Ihr Paket abholen müssen, weil man Sie nicht angetroffen hat. Pech.
In unserem Leben gibt es sehr viele Dinge, die schief gehen können.

"whatever can go wrong, will go wrong" (Edward A.Murphy jr.)

Edward A.Murphy jr. war ein Ingenieur, der eines Tages sagte "was auch immer schiefgehen kann, es wird schiefgehen".
Manche sagen, Murphy hatte recht. Manche sagen auch, er war Optimist. Nein, das natürlich eher nicht.

Aber mal ganz ehrlich: Wir alle haben doch die Erfahrung gemacht, dass solche blöden Dinge schon passieren können. Aber wir alle haben auch erlebt, dass es nicht immer ganz so schlimm ist. Und manche von uns haben auch schon sehr deutlich erlebt, wie Gott eingegriffen hat in unser Leben. Eingegriffen, um Gutes zu schenken und Schlimmer zu verhindern.
Kann man dieses Eingreifen Gottes vielleicht "provozieren", also dafür sorgen, dass Gott schneller eingreift? Nun ist Gott ja kein Automat und wir können ihn nicht steuern. Wir sollten es noch nicht einmal versuchen, Gott so zu sehen. Aber Christen wissen, dass sie durch Jesus Christus direkten Zugang zum himmlischen Thron haben und Gott, dem Vater alles im Gebet sagen können, was sie bewegt. Jesus hat uns auch versprochen, dass unsere Gebete nicht an der Zimmerdecke abprallen, sondern erhört werden, wenn wir in seinem Willen bitten. Wir können Gottes Arm bewegen, wenn wir ihn bitten, etwas zu tun.
Schön dumm, wenn wir das nicht auch tun!

Doch es gibt tatsächlich noch etwas anderes als das Gebet, was Gottes Handeln beeinflusst. Eigentlich ist es aber nichts Anderes, sondern es gehört zum Gebet dazu.
Es gibt einen 3-Punkte-Plan für ein gesegnetes Leben und wenn wir diesen Plan befolgen, dann bin ich sicher, dass Gott das belohnt!
 
Wieso ein 3-Punkte-Plan?
"3-Punkte-Plan", das klingt verrückt und es klingt überheblich und es klingt überhaupt nicht biblisch und geistlich. Aber ich habe es in der Bibel gefunden. Und zwar sowohl den 3-Punkte-Plan als auch die Folge, dass Gott segnet.
Im Alten Testament lesen wir in den Büchern der Könige und Chronik, wie das Volk Israel immer weiter vom Glauben abfällt und immer schlimmeren Götzendienst treibt. Das wird so extrem, dass Gott sie irgendwann bestrafen muss und das Volk kommt in die Verbannung.
Doch Gott hatte auch zugesagt, dass er das Volk wieder aus der Verbannung wieder zurückholen wollte. Im Buch Esra lesen wir davon, was damals geschehen ist. Im 7.Kapitel gibt es eine Stelle, die auch für uns heute große Bedeutung haben. Denn hier wird die große Frage beantwortet, was Gott dazu bringt, ein Leben zu segnen. Hier wird die Frage beantwortet, was wir tun können, damit Gottes gute Hand über unserem Leben ist.
 
"Und der König gab ihm alles, was er erbat, weil die Hand des HERRN, seines Gottes, über ihm war." (Esra 7,6b Schlachter 2000)
Denn am ersten Tag des ersten Monats begann der Hinaufzug von Babel, und am ersten Tag des fünften Monats kam er in Jerusalem an, weil die gute Hand seines Gottes über ihm war. " (Esra 7,9 Schlachter 2000)
 
 
Wie kommt die gute Hand Gottes über einen Menschen - und was ist das?
Das ist die Frage, die wir uns stellen müssen, denn natürlich möchten wir alle auch so gesegnet werden wir Esra. Natürlich möchten wir alle so problemlos wie möglich durchs Leben kommen. Natürlich möchten wir auch schnell von A nach B und möchten auch, dass Gottes gute Hand über unserem Leben steht. Gibt es das - ein problemloses Leben? Nein, das gibt es nicht. Es gibt Leute, die erzählen Christen, dass sie nur richtig glauben müssten, dann würden sie Wohlstand und Wohlergehen bekommen. Das ist dummer und gefährlicher Unsinn. Wir haben in der Bibel keine Verheißung darauf, dass Gott uns alle Hindernisse aus dem Weg räumt. Wir haben keine Versprechungen dafür bekommen, dass Gott uns immer den Weg ebnet. Im Gegenteil: Wer sich zu Jesus Christus bekennt, dem kann Hass und Verfolgung drohen. Laut dem Neuen Testament ist das sogar eher der Normalfall.
Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass es einen Riesenunterschied macht, ob Gott auf unserer Seite ist und uns segnet. Oder ob er uns unseren üblichen Mist machen lässt, den wir so gerne machen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass es besser ist, arm zu sein und in Frieden mit Gott zu leben, als dass man als reicher und unglücklicher Mensch ohne Hoffnung auf den Tod zugeht. Es geht also beim 3-Punkte-Plan nicht um die Illusion von Wohlstand und Wohlergehen. "Das Leben genießen" ist keine christliche Vorstellung und kann auch nicht das Ziel sein. Aber Gott auch in schwierigen Zeiten an seiner Seite zu wissen und seinen Schutz und seine Hilfe zu erfahren, das ist das, worum es wirklich geht.
 
Wie kommt also nun die gute Hand Gottes über einen Menschen?
Die Frage ist schnell beantwortet, denn die Lösung ist ja in Vers 10 niedergeschrieben:
 
"Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des HERRN zu erforschen und zu tun, und in Israel Gesetz und Recht zu lehren." (Esra 7,10 Schlachter 2000)
 
Wir sehen hier, dass Esra sein Herz auf drei Dinge ausgerichtet hat.
Er hatte einen Drei-Punkte-Plan:
1.Das Gesetz des HERRN erforschen
2.Das Gesetz des HERRN tun
3.In Israel Gesetz und Recht lehren
 
Wie können wir das nun in unsere heutige Zeit übertragen?
Es kann natürlich nicht unsere Aufgabe als Christen sein, das alttestamentliche Gesetz zu studieren und zu tun. Das geht auf keinen Fall. Wer auch nur anfängt, Teile aus dem mosaischen Gesetz erfüllen zu wollen, der ist verpflichtet, alles zu erfüllen. Unser ganzer christlicher Glaube ist dann vergeblich (Galater 5,2).
Eigentlich können wir ja so eine alttestamentliche Stelle nicht einfach übernehmen.
Aber es gibt ja auch Stellen im Neuen Testament, die in ähnlicher Formulierung letztlich das Gleiche sagen:
 
"Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest, und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht! Denn die Zeit ist nahe.
(Offenbarung 1,3 Schlachter 2000)
"Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.
(Lukas 11,28 Luther 1912)
Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute.“
(Matthäus 7,23 Luther 1912)

"Esra hatte sein Herz darauf gerichtet" - er hatte eine klare Entscheidung getroffen und einen Plan aufgestellt, den er befolgen wollte. Sie können das auch tun. Entscheiden Sie sich jetzt sofort, Ihr Leben zu ändern.
Stellen Sie Ihren eigenen Drei-Punkte-Plan auf und machen Sie es so wie Esra:
1.Das Gesetz des HERRN erforschen  - Also in unserem Fall nicht „das Gesetz“ sondern das ganze Wort Gottes, die ganze Bibel
2.Das Gesetz des HERRN tun – auf uns übertragen heißt das nicht, das mosaische Gesetz erfüllen zu wollen, sondern Jesus Christus gehorsam nachzufolgen
3.In Israel Gesetz und Recht lehren – auf uns übertragen: In unserer Umgebung das Evangelium weitersagen
 

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So sieht also der 3-Punkte-Plan des Esra aus, wenn wir ihn In unsere Zeit und in unsere Situation übertragen:

 

bibellesen

1.Gottes Wort lesen und erforschen. Die Bibel lesen und wieder lesen und danach streben, sie so gut wie möglich zu verstehen. Lernen Sie Verse oder Kapitel auswendig. Lesen Sie gute Auslegungen und hören Sie sich gute Predigten an. Lesen Sie täglich in der Bibel. Bitten Sie Gott um Hilfe, dass er Ihnen Verständnis für Gottes Wort zeigt.

tun

2.Tun sie das, was sie lesen. Versuchen Sie, Ihr Leben nach dem zu gestalten, was sie in der Bibel als Gottes Willen erkennen. In Jakobus 1,22 steht, dass wir uns selbst betrügen, wenn wir nur hören und lesen und nicht auch entsprechend handeln. Wollen Sie sich selbst betrügen? Natürlich nicht, also lesen Sie die Bibel aufmerksam und versuchen Sie alles umzusetzen, was sie darin als Gottes Willen für Ihr Leben erkennen. Was ist, wenn ich nicht perfekt bin, wenn nicht alles gelingt? Bei Gott zählt die Entscheidung des Herzens (2.Chronik 19,3) und wenn Sie einen Fehler machen, dann wünscht er sich nichts sehnlicher, als dass Sie so schnell wie möglich zu ihm kommen (1.Johannes 1,9).

weitersagen

3.Sagen Sie es weiter. Es gehört zu Gottes Wort dazu, dass es weitergesagt wird. Und zwar auf zweierlei Arten: Erstens: Sprechen Sie mit anderen Menschen über das Evangelium, die Jesus noch nicht kennen und bekennen Sie Ihren Glauben. Zweitens: Sprechen Sie in der Gemeinde über Gottes Wort. Jeder Christ braucht Gemeinde und wir sollten nicht nur am Sonntag zuhören, was gepredigt wird, sondern in der Gemeinde anderen auch das Wort weitersagen. Das muss nicht als Predigt am Sonntag sein. Das kann auch so aussehen, dass sie Kinder unterrichten, einen Frauenkreis aufbauen oder im Hauskreis/Bibelkreis mit anderen über die Bibel sprechen. Aber sprechen Sie über Gottes Wort.

Nun kennen Sie den 3-Punkte-Plan des Esra und haben gesehen, wie man das in der heutigen Zeit umsetzen kann. Wie gehen Sie damit um?

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Zum Nachschlagen – zum Weiterlesen:

"Habe Deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünschet." (Psalm 37,4)

"Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, um was ihr wollt, und es wird euch geschehen. " (Johannes 15,7)

"Wenn jemandes Wege dem HERRN wohl gefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden." (Sprüche 16,7)

"Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen." (Matthäus 6,33)

"Siehe, des HERRN Auge sieht auf die, so ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen," (Psalm 33,18)

"Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre: er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen." (Psalm 84,12)

"Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, so er verläßt Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kind oder Äcker um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfältig empfange: jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen, und in der zukünftigen Welt das ewige Leben." (Markus 10,28-30)

(alle Stellen aus der Luther 1912)