Der bekannteste Psalm aller Zeiten ist wohl Psalm 23. Es gibt ihn als Grußkarte, als Kalenderblatt, es ist in unzähligen Liedern vertont worden und es gibt ihn auch als nettes Video.

Gerald G Sheep Grazing

Doch in diesem Psalm 23 steckt auch eine wichtige Botschaft, die einem erst richtig klar wird, wenn man den Psalm mit dem Neuen Testament vergleicht:

"Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar." (Psalm 23 Luther 1912)

 

Der HERR selbst wird hier als Hirte bezeichnet. "HERR" ist ja nur eine Umschreibung des hebräischen "JHWH", was man vielleicht als "Jahwe" aussprechen könnte. Es geht um den Namen Gottes, um Gott selbst.

612px YHWH.svg(JHWH, der alttestamentliche Gottesname)

Der HERR, unser Gott selbst lässt sich hier (in Gottes Wort) als Hirte bezeichnen. Das allein wäre nun noch nicht so brisant. Aber im Neuen Testament gibt es nun plötzlich jemanden, der das gleich von sich sagt:

"Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte läßt sein Leben für seine Schafe....
Ich bin der gute Hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe." (Johannes 10,11+14-15 Luther 1912)

Jesus Christus bezeichnet sich hier selbst als "der gute Hirte". Die Juden haben damals sofort verstanden, was er damit sagen will. Das sehen wir kurz danach:

"Da ward abermals eine Zwietracht unter den Juden über diese Worte. Viele unter ihnen sprachen: Er hat den Teufel und ist unsinnig; was höret ihr ihm zu?" (Johannes 10,19-20)

Es kommt zu einer Diskussion, in der Jesus dann eine noch klarere, eindeutige Aussage trifft:

"Ich und der Vater sind eins." (Johannes 10,30 Luther 1912)

Damit ist klar, dass Jesus Christus und der Vater im Himmel ein und derselben sind: Gott. Es gibt nicht mehrere Götter (Jesus Christus UND den Vater) und auch nicht nur Gott-Vater, sondern an dieser Stelle wird deutlich, dass Jesus Christus, Gottes Sohn, eins ist mit Gott, dem Vater und deshalb genauso Gott. Viele Sektierer streiten das heute ab und von Anbeginn des Christentums wurde diese Tatsache immer wieder geleugnet. Doch es ist und bleibt wahr: Jesus Christus ist Gott. Er ist der gute Hirte, von dem schon in Psalm 23 die Rede ist.

Seine Zuhörer damals haben das übrigens genau so verstanden und haben ihn damals genau deswegen angegriffen:

"Ich und der Vater sind eins.    Da hoben die Juden abermals Steine auf, daß sie ihn steinigten. Jesus antwortete ihnen: Viel gute Werke habe ich euch erzeigt von meinem Vater; um welches Werk unter ihnen steinigt ihr mich?
Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um des guten Werks willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen und daß du ein Mensch bist und machst dich selbst zu Gott." (Johannes 10,30-33 Luther 1912)

Seine Zuhörer haben seinen Anspruch, Gott zu sein, sofort erkannt und konnten das aber nicht akzeptieren. Sie haben ihn deswegen angegriffen und wollten ihn steinigen. Die wunderbare Wahrheit von Psalm 23 und Johannes 10 und vielen anderen Stellen: Gott selbst kommt auf diese Erde und stirbt am Kreuz für unsere Schuld. Er ist auch für Ihre Schuld gestorben und jeder kann zu ihm kommen und das ewige Leben empfangen.

 

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Zum Weiterlesen:

"Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte; die Lämmer wird er in seinen Arm nehmen und im Bausch seines Gewandes tragen; die Mutterschafe wird er sorgsam führen." (Jesaja 40,11 Elberfelder 1905)

"11 Denn so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen. 12 Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, also will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Örtern, dahin sie zerstreut waren zur Zeit, da es trüb und finster war. 13 Ich will sie von allen Völkern ausführen und aus allen Ländern versammeln und will sie in ihr Land führen und will sie weiden auf den Berge Israels und in allen Auen und auf allen Angern des Landes. 14 Ich will sie auf die beste Weide führen, und ihre Hürden werden auf den hohen Bergen in Israel stehen; daselbst werden sie in sanften Hürden liegen und fette Weide haben auf den Bergen Israels. 15 Ich will selbst meine Schafe weiden, und ich will sie lagern, spricht der Herr, HERR. 16 Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte wiederbringen und das Verwundete verbinden und des Schwachen warten; aber was fett und stark ist, will ich vertilgen und will es weiden mit Gericht." (Hes 34,11-16 Luther 1912)