Eine Berechnung des Zeitpunktes?

Das ist völlig ausgeschlossen, deswegen kann es nicht gemeint sein, denn Jesus sagt:


Bibelaufgeschlagenmini Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater. (Markus 13,32 Schlachter 2000)


            und


Bibelaufgeschlagenmini Er aber sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, die Zeiten oder Zeitpunkte zu kennen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat. (Apostelgeschichte  1,7 Schlachter 2000)
 
Wir können also den genauen Zeitpunkt nicht wissen und wir können den Zeitpunkt auch nicht errechnen. Also kann mit dem Aufruf zur Wachsamkeit nicht gemeint sein, dass wir in irgendeiner Art und Weise etwas über die Zeit oder den Zeitpunkt erfahren könnten. Das ist ausgeschlossen.
Warum sollen wir dann wachen?
Welche Bedeutung hat das und wozu soll das gut sein? Die Lösung finden wir in Vers 3:


Bibelaufgeschlagenmini Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen (1.Thess. 5,3 Schlachter 2000)


Dieser Tag des Herrn, seine Wiederkunft bzw. die Entrückung, das alles kommt plötzlich und unerwartet über die Menschen und wer sich in Sicherheit wiegt, den wird das Verderben überfallen. Die große Drangsal und das Gericht kommen über die Menschen und das alles wird entsetzlich sein.
Doch die gläubigen Christen wird es doch genauso plötzlich "erwischen" - wo ist der Unterschied?

 

Clouds vG schmal


Gibt es hier einen Unterschied oder sind alle gleich betroffen davon? Auch hier gibt es eine klare biblische Aussage.
 
Bibelaufgeschlagenmini Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb ergreife. Ihr seid allzumal Kinder des Lichtes und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein. (1.Thess.5,4-6 Schlachter 2000)
 
Der Tag ergreift uns (Gläubige) nicht wie ein Dieb, weil wir (als Gläubige) zum Reich des Lichts gehören - und nicht mehr zum Reich der Finsternis (Kolosser 1,13). Wir werden auch überrascht sein, aber wenn wir vorbereitet sind, wenn wir bereit sind für den Herrn, dann wird uns nicht das "Verderben überfallen", wie es in Vers 3 heißt, sondern wir werden den Herrn sehen und bei ihm sein (1.Thess 4,17).
Es gibt Menschen, die sind bereit für den Herrn und es gibt solche, die es nicht sind. Jesus zeigt uns das im Gleichnis von den 10 Jungfrauen in Matthäus 25,1-13. Diejenigen, die nicht bereit sind, werden dann draußen stehen, weil sie nicht vorbereitet waren.
Wir können wir vorbereitet sein auf das Kommen des Herrn?
Wie schon mehrfach geschrieben, können wir den Zeitpunkt nicht wissen. Deswegen müssen wir jederzeit damit rechnen, dass es soweit ist. Jeder von uns muss sich selbst bereit machen, dem Herrn zu begegnen.
Entscheidend und grundlegend ist die Frage, ob wir wirklich gerettet und erlöst sind. Wer nicht von seinen Sünden erlöst ist und immer noch in Sünde lebt, den wird der Tag des Herrn überfallen wie ein Dieb in der Nacht und es wird diesem Menschen zum Verderben sein.
Es ist entscheidend, dass wir völlige "Heilsgewissheit" haben, also dass wir wirklich 100%ig wissen, ob wir gerettet sind oder nicht. Wir wird man gerettet? Jesus sagt in Markus 1,15 "Tut Buße und glaubt an das Evangelium" und in Markus 16,16 "Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden."


Der erste Schritt zur Erlösung ist also die Buße. Das ist die Umkehr. Wir müssen umkehren von unserem bisherigen sündigen Leben und Abschied nehmen von all den bösen Taten, Einstellungen, Gedanken, Plänen, die wir in unserem Herzen haben. Wir müssen einen völlig neuen Weg einschlagen. Und wir brauchen den Glauben an das Evangelium von Jesus Christus. Das heißt, wir müssen daran glauben, dass er für unsere Schuld am Kreuz von Golgatha gestorben ist und dass er nach drei Tagen wieder auferstanden ist.
Wenn wir Buße tun und im Glauben an sein Erlösungswerk am Kreuz im Gebet unsere Sünden bekennen, dann werden wir mit dem Heiligen Geist getauft und erlöst (Epheser 1,13; 1.Kor.12,13). Wir gehören dann zum Leib Christi, zu seiner Gemeinde und bekommen das ewige Leben geschenkt.
Das ist die Grundlage, das Fundament. Das brauchen wir auf jeden Fall, wenn Christus wiederkommt. Diese Frage muss in unserem Leben ein für allemal geklärt sein.